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Neue Stories: EROTISCHE GESCHICHTEN Rubrik: Neue Storys Nathalie kommt nicht klar Teil 1 Untertitel: Nathalie stürzt ins Chaos Inhaltsangabe: Nathalie merkt plötzlich, dass sie mit unserer Art zu leben und lieben nicht klarkommt. Ihre bisherige Vorstellung von Liebe unterscheidet sich ihrer Meinung nach gänzlich von der unseren. Sie hat extreme Probleme damit, wie wir miteinander umgehen. Teil 1: Nathalie stürzt ins Chaos ... poh, die Nacht mit Nathalie hat mir die Schuhe ausgezogen. Es ist Samstagmorgen, pardon, Nachmittag, als ich die Augen aufschlage. Obwohl ich mich vorsichtig aus dem Bett zu schleichen versuche, wird Nathalie wach. „Guten Morgen“, drückt sie mir einen Kuss auf die Wange. „Guten Morgen“, erwidere ich die freundliche Begrüßung. „Doch den Morgen haben wir schon verpasst, es ist 15:00 Uhr.“ „Was... ich wollte doch mit den Anderen einkaufen gehen, so ein Mist“, ist meine Bettnachbarin total entsetzt. „Warum haben die mich denn nicht geweckt. Die sind jetzt bestimmt sauer.“ „Tja, man kann nicht alles haben“, lächele ich hämisch. „Toll, wirklich toll“, verzieht Nathy das Gesicht. „Wenn du mir gesagt hättest, dass du lieber einkaufen gehst, hätte ich mir heute Nacht die Mühe ja sparen können“, ziehe ich sie auf. „So ist das also. Es war für dich eine lästige Pflicht, dich mit der Kleinen abzugeben. Du bist ein...“ Bevor sie jetzt endgültig ausrastet und der Tag gleich mit Stress beginnt, flüchte ich aus dem Bett. - Batsch, ich war zu langsam, das Kopfkissen trifft mich im Rücken. „Na warte“, drehe ich mich postwendend um, und eine wilde Kissenschlacht beginnt. Völlig aus der Puste bleiben wir nebeneinander liegen. „Du bist ganz schön anstrengend“, lächele ich Nathalie an. „Du nicht“, steht sie erhobenen Hauptes auf und geht, ohne mich noch eines Blickes zu würdigen, hinaus... die ist eingeschnappt... Mensch, wie kann man das so ernst nehmen... Missmutig stapfe ich auch hinaus und gehe erst einmal duschen. Natürlich treffe ich sie im Bad. Sie behandelt mich wie Luft und beachtet mich gar nicht... oh, Madame schmollt... Aus Erfahrung lasse ich sie in Ruhe und stelle mich an das zweite Waschbecken. Beim Zähneputzen starre ich ebenfalls stur in den Spiegel... die kann mich doch... „Brauchst dich gar nicht beeilen! Ich gehe sowieso vor dir duschen“, will mir die schnippische Hexe einen auswischen. „Ich wollte mir auch erst eine rauchen“, lasse ich sie stehen und streife mir den Kimono über. In der Küche angekommen, setze ich einen Kaffee auf. Wie es aussieht, sind tatsächlich alle einkaufen gegangen. ,Auch gut, habe ich wenigstens meine Ruhe’, zünde ich mir eine Zigarette an. ,Pah, die schmeckt nach Zahnpasta, blöde Raucherei’, drücke ich sie gleich wieder aus. „Na... endlich hoch“, schrecke ich zusammen, als Thomas wie aus dem Nichts hinter mir auftaucht. „Poh, bist du irre? Ich hätte fast einen Herzanfall bekommen. Musst du dich so ranschleichen?“ „Hast du schlechte Laune“, kontert mein Freund gleich. „Nee, nicht unbedingt... aber Nathalie scheint ein kleiner Morgenmuffel zu sein. Die hat vielleicht eine Laune, kann ich dir sagen.“ „Hör auf, du hast sie bestimmt genervt. Nicht jeder steht auf deinen eigenartigen Humor, schon gar nicht direkt nach dem Aufstehen“, rammt mir Thomas seinen Ellbogen in die Seite. „Sei still, sie kommt“, höre ich Schritte auf der Treppe. „Guten Morgen, Thomas“, begrüßt die launische Schönheit meinen Freund überschwänglich, wobei sie mir einen vernichtenden Blick zuwirft. Ich übersehe ihn natürlich in meinem unendlichen Großmut und stelle ihr stattdessen eine Tasse Kaffee auf den Tisch. „Für dich, du kleine Kratzbürste... mit Liebe gemacht“, füge ich hinzu. Ihr Mundwinkel zucken für einen Moment. „Komm, das sollte gerade ein Witz sein“, backe ich kleine Brötchen, denn ich kann es leiden, wenn ich morgens schon Trouble habe. „Verzeih mir, du Göttin der Morgenröte.“ Jetzt kann sie wirklich nicht mehr, und ihr Gesicht verzieht sich zu einem Schmunzeln. „Das letzte Mal“, kichert sie leise und zu Thomas gewandt: „Ist der morgens immer so?“ „Oft und damit geht er uns allen auf den Sack“, bestätigt er, womit mir der Mistbock in den Rücken fällt. ,Warte ab, mein Freund, die Rache ist mein’, mache ich gute Miene. Nachdem wir uns nun zu dritt an den Tisch setzen und Nathalie und ich gemütlich frühstücken, erzählt uns Thomas, dass der Rest der Frauleute tatsächlich zum Einkaufen gegangen ist. Normalerweise sehen wir sie dann vor heute Abend nicht wieder, denn der abschließende Cappuccino, den sie sich zum Schluss immer gönnen, dauert erfahrungsgemäss so an die zwei Stunden. „Ja, jetzt bin ich wieder fit“, wirft sich Nathalie nach dem letzten Schluck Kaffee in ihren Stuhl zurück. „Ich geh jetzt erst mal duschen“, stehe ich auf und tapere nach oben. Ganz gemütlich lasse ich es dabei angehen, denn es treibt mich keiner, wie schön. Als ich mit dem Rasieren fertig bin, schlüpfe ich in einen bequemen Jogger und trottele wieder nach unten. Ich bin scheinbar so leise, dass Thomas und Nathalie mich nicht bemerken, denn ganz klar höre ich, wie Nathalie Thomas über mich ausfragt. Ich bin nicht neugierig, nein, aber mich würde doch interessieren, was mein Freund so über mich verzapft. Auf den Zehenspitzen pirsche ich mich hinter die Säule und lausche – ich kann ja so ein Schwein sein... „Meinst du wirklich“, höre ich gerade Nathalie fragen. „Wenn ich es dir doch sage, ich kenne ihn schon ewig.“ ... Scheiße, wenn ich wüsste, worum es geht... „Und mit den beiden Thais kommt er wirklich gut klar?“ ... ah, darum geht es... „Die sind unzertrennlich. Ich weiß nicht, Kai kommt mit Asiatinnen einfach besser klar als mit deutschen Frauen. Seine ganze Art kommt der von Sasu und Wananee sehr zu pass. Wenn ich es nicht genau wüsste, würde ich sagen, dass er sich für einen Europäer sehr merkwürdig benimmt. Du wirst schon sehen, dass er in bestimmten Situationen total anders reagiert, als du es von ihm erwartest. Nach außen trägt er Fremden gegenüber eine undurchdringliche Maske und kein Mensch weiß, was in solchen Augenblicken in ihm vorgeht. Je bedrohlicher für ihn eine Situation wird, desto freundlicher und höflicher gibt er sich. Er ist dann eiskalt und bewahrt dabei eine Disziplin, die ihn fast unmenschlich erscheinen lässt.“ „Kann ich mir bei ihm gar nicht vorstellen“, sagt Nathalie ungläubig. ... poh, Thomas kennt mich verdammt gut, zu gut für meinen Geschmack. Muss er ihr das alles erzählen... so eine Quatschtante... Bevor er jetzt noch mehr aus dem Nähkästchen plaudert, gebe ich den Beiden zu erkennen, dass ich da bin und beginne leise zu pfeifen. „Na, ihr Beiden... Geheimnisse“, schlendere ich lächelnd um die Ecke, woraufhin sie ihre Unterhaltung sofort stoppen – ,ist klar, hätte ich auch gemacht.’ Nathalie errötet sogar leicht – es ist ihr peinlich. Nur Thomas, der abgewackelte Hund, grinst mich an, als wenn nichts wäre. Während wir nun über dieses und jenes reden, merke ich, dass Nathalie mich von der Seite immer wieder ansieht. Sie versucht sich wahrscheinlich ein Bild von mir zu machen, wobei ich mir überlege, dass ich sie mit ihrem jetzigen Wissen über mich, vielleicht ein bisschen auf die falsche Fährte locken könnte – wäre doch mal was anderes, und ich würde auch Thomas ein bisschen verwirren. Der hat sowieso noch einen gut. „Na mein kleines Leckermäulchen“, beginne ich mein Verwirrspiel zu Nathalie gewandt, „wie hat dir denn die letzte Nacht gefallen? Bin ich deinen Ansprüchen gerecht geworden?“ Thomas stutzt, Nathalie fällt der Unterkiefer herunter. „Wie kannst du...“, ist Nathy restlos fertig. „Wollte ich nur wissen“, gebe ich schulterzuckend zurück. „Also wirklich“, entrüstet sich jetzt auch mein Freund. „Herrje, seid mal nicht so pingelig“, bleibe ich meiner Linie treu. „Also, also... Kai... das ist... das hätte ich nicht von dir... also“, stammelt Nathalie, die aus allen Wolken fällt. Ich habe sie scheinbar grenzenlos enttäuscht, weil sie mir doch so viel von sich anvertraut hat und jetzt das... ich bin schon ein Schwein, manchmal... Als Nathalie aufspringen will, halte ich sie am Arm fest. Störrisch versucht sie sich zu befreien. „Warte, warte“, lockere ich meinen Griff nicht. „Lass mich“, faucht sie, wobei ich sehe, dass ihre Augen feucht werden. „Warum fragst du mich nicht selber, sondern Thomas das Plappermaul“, frage ich sie und schaue ihr fest in die Augen. „Ich dachte, wir hätten Vertrauen zueinander. Meinst du, ich würde, wenn es um so wichtige Dinge geht, einen Bekannten von dir ausfragen? Für was hältst du mich eigentlich? - Und du... guck nicht blöd“, ranze ich Thomas an. „Wenn ich eins nicht ab kann, dann ist das Rederei über mich hinter meinem Rücken. Das hatten wir schon mal, weißt du noch. Und du wirst auch nicht vergessen haben, was dabei herausgekommen ist, oder?“ Thomas weicht meinem Blick aus. Er weiß genau, was er verbockt hat. Die Offenheit, die wir alle so hochhalten, hat er missachtet. ,Was soll der Scheiß?’ „Ich wollte Nathalie nur ein bisschen einführen und unsere Situation schildern“, kommt es kleinlaut von ihm. „Aber merkwürdigerweise nur in Bezug auf mich“, kontere ich. „Was hast du dir dabei gedacht?“ „Gar nichts, wir haben nur geredet“, verteidigt er sich. „Und warum hast du nicht auf mich gewartet? War das so dringend?“ ... Mann, ich bin vielleicht sauer... „O.K., O.K. ich habe einen Fehler gemacht“, hebt er beschwichtigend die Hände, „ich wollte nur nicht, dass Nathalie sich Hoffnungen macht.“ „Was“, bin ich es jetzt, der aus allen Wolken fällt und schaue Nathy an, die leise zu weinen beginnt. ... ah, du lieber Gott, ich Idiot. Das hätte ich doch merken müssen. Wieso habe ich mir nichts dabei gedacht, als sie gestern so vertraut zu mir war? Mann, bin ich dämlich... Augenblicklich nehme ich die schluchzende Nathalie in die Arme. ... sie muss sich in mich verliebt haben, und diese Kissenschlacht heute morgen und das gespielte ,Schnippisch- sein’, war... oh Mann, sie hat das völlig falsch verstanden... „Nathalie“, versuche ich sie zu beruhigen, „Nathalie, das tut mir unendlich leid. Ich habe mir gestern wirklich nichts dabei gedacht. Wir sind untereinander immer so offen. Das Gespräch zwischen uns war für mich völlig normal. Ich habe vergessen, dass du neu bei uns bist. Kannst du mir verzeihen? Es war mein Fehler!“ Zu Thomas gewandt: „Thomas tut mir leid, ehrlich. Ich habe das in den völlig falschen Hals bekommen“, blicke ich meinen Freund, um Verzeihung bittend, an. „Das kommt davon, wenn man lauscht“, erwidert er, und ich sehe an seinem Gesicht, dass er es mir nicht ganz so krumm nimmt; denn er weiß, was durch Rederei entstehen kann. Nur Nathalie bekommt das alles nicht gebacken, es ist zu viel für sie. – Das ist der Nachteil, wenn man völlig unbefangen miteinander umgeht. „Lässt du mich jetzt hochgehen, bitte“, schluchzt die völlig verwirrte junge Frau. Kaum lasse ich sie los, da rennt sie die Treppe rauf. „Hältst du mich eigentlich für bescheuert“, hagelt es jetzt von Thomas’ Seite auf mich ein. „Du und deine vorschnellen Schlussfolgerungen. Lernst du eigentlich nie dazu? Ich wollte ihr nur erklären, dass du mit ihr umgegangen bist, wie mit jedem anderen von uns. Sie hat sich verliebt – begreifst du das endlich?“ „Ja, ich bin nicht begriffsstutzig“, gebe ich kleinlaut von mir. „Ich habe Mist gebaut, das ist mir klar. Tut mir leid, gerade von dir müsste ich wissen...“ „... eben, und dann solche Sprüche. Wenn wir uns nicht so gut kennen würden, dann könntest du mich.“ ... Mann, ist das ein Samstag. Wird mit Sicherheit ein tolles Wochenende. Ich könnte mich in den Arsch treten. Thomas hat Recht, ich lerne es nie... „Bist du noch sauer“, frage ich nach einer Weile kleinlaut. „Guck nicht so, du Idiot! Natürlich nicht mehr. Aber was du jetzt mit Nathy machst, das ist dein Problem. Wenn du nur ein Mal abwarten könntest, statt gleich loszuplatzen, nur ein einziges Mal... Dann hätten wir weniger Stress.“ „Ja, ist ja gut“, werde ich immer leiser. Ich weiß, dass das mit Thomas jetzt geregelt ist, doch wie ich das mit Nathalie klären soll... keine Ahnung, so ein verdammter Dreck aber auch... „Was meinst du... soll ich mal hochgehen“, frage ich Thomas. „Was fragst du mich? Du kennst dich doch so gut mit Frauen aus“, verarscht er mich auch noch. „Würdest du mir einen Gefallen tun“, weiß ich beim besten Willen nicht weiter. „Könntest du vielleicht... ich meine... also du weißt schon...“ „Super! Du zettedelst den Mist an, und ich soll für dich die Kohlen aus dem Feuer holen. Das hatten wir doch auch schon mal, oder?“ Bevor ich noch etwas sagen kann, hören wir Schritte auf der Treppe. Ich drehe mich um – es ist Nathy... ah du Scheiße, die hat gepackt... „So lasse ich dich nicht gehen“, springe ich gleich hoch. Sie sieht total verheult aus... was habe ich nur angerichtet... „Stell doch bitte die Tasche hin“, flehe ich sie an. „Bitte!“ Sie tut mir so leid. Ihr Blick ist leer, hoffnungslos, unendlich enttäuscht. Ohne ihr überhaupt die Chance des Überlegens zu geben, nehme ich ihr die Tasche ab: „Komm, wir machen einen Spaziergang. Ich habe einen Riesenfehler gemacht. Gib mir bitte die Möglichkeit, das richtig zu stellen! Danach kannst du immer noch gehen.“ Sie wirkt völlig desorientiert. Deshalb kann ich sie glücklicherweise mit nach draußen ziehen. „Ein paar Schritte nur“, bettele ich weiter. Schweigend biegen wir in den kleinen Waldweg ein. In Gedanken gehe ich die verschiedensten Erklärungen durch, aber ich finde nicht den richtigen Einstieg... ah was, ich versuche es einfach... „Ich habe mich so an dich gewöhnt, dass ich vergessen habe, dass du noch nicht wissen kannst, wie wir miteinander umgehen“, starte ich zaghaft. „Es ist doch nicht so, als ob ich dich nicht leiden könnte. Wir haben uns doch gestern so viel voneinander erzählt. Das bleibt bei mir, du kannst mir vertrauen“, beschwöre ich sie. „Und warum behandelst du mich so“, bleibt sie abrupt stehen und sieht mir direkt in die Augen. „Das direkt nach dem Aufstehen war ein Spiel, nichts als ein Spiel, und ich dachte, du würdest es verstehen. Nenne es foppen oder sich gegenseitig hochnehmen, nichts weiter. Tja, und das mit dem Belauschen habe ich komplett falsch interpretiert. Ich dachte, du wolltest Thomas nur aus Neugierde aushorchen. Ich dachte, dass du ihn aus dem Grund fragst, um dich zu vergewissern, ob du mir vertrauen kannst. Und ich war mir sicher, dass ich dir das gestern Nacht ganz klar vermittelt hätte. Klar, kannst du mir vertrauen. Ich war nur sauer, dass du dazu noch Thomas’ Bestätigung brauchtest. Für mich wirkte das wie Misstrauen, und ich war enttäuscht. Doch ich kannte den Hintergrund nicht und deshalb bin ich so ausgerastet. Kannst du meine Reaktion jetzt verstehen?“ Mit großen unschuldigen Augen blickt sie mich an. Ich wette, sie hat gedacht, dass ich sie nur als Spielzeug benutze und dann links liegen lasse... so nach dem Motto: Es war schön und tschüss. „Ich... ich, ich ... Thomas hat Recht, ich habe mich in dich verliebt. Ich kann doch nichts dagegen tun“, ist sie schon wieder den Tränen nahe. Ganz tief atme ich durch: ,Was soll ich darauf antworten... was nur?’ Einfach gar nichts, stattdessen nehme ich sie in die Arme... ich habe sie ja auch lieb. Es ist nicht die Liebe, von der sie spricht. Aber kann sie überhaupt mit der Situation leben? Mensch, ist das eine Kacke. Ich kann ihr noch nicht einmal einen Rat geben... Solche Gedanken schwirren mir durch den Kopf, als wir engumschlungen auf dem Weg stehen. „Ich glaube, ich kann das nicht“, hebt sie ihren Kopf. „Dich mit Sasu und Wananee zu sehen... und ich stehe dann alleine da. Das kann ich nicht“, weint sie los. Haltlos weint sie sich an meiner Brust aus. Ich kann sie verstehen. Die nächste Stufe wäre dann Eifersucht und dann? Obwohl sie sich bei uns geborgen fühlt, kommt sie mit unserer Art nicht klar. Das kann eben nicht jeder - verstehe ich auch. Ihr Problem ist, dass sie ihre Liebe an einer Person festmacht, während wir die ganze Gruppe einbeziehen. Doch ich will ihr nicht vor den Kopf stoßen. Sie muss das entscheiden, ganz für sich allein. Da kann ich ihr nicht reinreden. Aber eines kann ich ihr sagen: „Das stimmt so nicht. Du bist in der Gruppe niemals alleine. Versteh doch, wir gehören alle zusammen. Dein Problem ist unser Problem, sowie unsere Probleme zu deinen werden. Wir machen da überhaupt keinen Unterschied. Pass auf, ich nenne dir ein Beispiel: Wenn es dir so wie jetzt, ganz schlecht, geht, und du alleine nicht schlafen willst, würde es überhaupt kein Problem darstellen, wenn du jemanden bitten würdest, dass er bei dir schläft. Keiner und glaube mir, wirklich keiner von uns würde dich dann hängen lassen. Wir sind immer füreinander da. Doch so wie wir die Probleme teilen, so teilen wir auch unsere Liebe, Sex eingeschlossen. Wir bilden eine geschlossene Einheit... in jeglicher Hinsicht. Und noch eins: Sicher sind Sasu, Wananee und ich zusammen, doch das heißt nicht, dass da kein Platz für dich mehr wäre. Der Knackpunkt ist nur, ob du damit umgehen kannst. Bei Thomas und Crissy wäre es genauso – wir sind einfach ein Ganzes, nicht teilbar.“ Obwohl sie leise weiter geweint hat, hat sie aufmerksam zugehört. Ich glaube, sie hat jetzt erst verstanden, wie es bei uns abläuft; denn sie tritt einen Schritt zurück. Verstohlen wischt sie sich die Tränen ab. „Das habe ich zwar schon gesehen, doch richtig begreifen tue ich das jetzt erst. Weißt du, das ist mir völlig fremd. Das widerspricht allen meinen Vorstellungen von Liebe. Ihr seid da so bedingungslos... ob ich das kann?“ „Das weiß ich nicht. Das musst du ganz allein entscheiden“, sind wir endlich beim Punkt. „Gibst du mir eine Zigarette“, verblüfft sie mich, denn sie raucht nicht. „Klar“, zücke ich das Päckchen und gebe ihr Feuer. Wie erwartet beginnt sie zu husten. Ich muss lächeln – sie lächelt zurück. „Bah, wie kann man nur“, schnippt sie die Kippe weg. „Hilft auch nicht“, schmunzele ich. „Mir bestimmt nicht“, hustet sie weiter. Doch dieses kleine Ereignis lockert die angespannte Atmosphäre erheblich auf. „Wollen wir noch ein Stück gehen“, lege ich meinen Arm um ihre Schulter. „Ja“, scheint sie eine Entscheidung getroffen zu haben. Tatsächlich, sie will trotz allem bei uns bleiben. Während des Weges beantworte ich ihre Fragen, so gut ich kann und weise sie immer wieder darauf hin, dass sie mit nichts hinterm Berg halten muss. Von uns würde keiner Geheimnisse, die sie uns anvertraut, zu seinem Vorteil ausnutzen. Jeder von uns hat schon einmal einen Seelenstrip hingelegt. Das muss so sein, wenn man sich bedingungslos vertrauen will. „O.K., und wie verhalte ich mich jetzt Thomas gegenüber“, fragt sie, als wir wieder vor dem Haus angekommen sind. „Einfach ganz normal. Du schuldest ihm keine Erklärung. Wenn du ihm etwas sagen möchtest, sagst du es ihm und wenn nicht... dann nicht. Ich wette, wenn du ihn nicht darauf ansprichst, wird er niemals mehr ein Wort darüber verlieren. Aber du solltest, nur um Klarheit zu schaffen, den anderen Frauen davon erzählen. Sage ganz offen, welches Problem du hast. Dann versteht keiner etwas falsch und die Sache ist erledigt.“ „Ich soll das wirklich sagen? Was werden die von mir denken... dass ich, das Küken mich verliebt...“ „Psstt“, lege ich ihr den Finger auf den Mund, „du bist kein Küken, sondern eine Frau, die ehrlich zu ihren Gefühlen steht. Wer das nicht auf die Reihe bekommt, der gehört nicht zu uns. Alle werden das verstehen, glaube mir“, öffne ich die Tür und lasse sie eintreten. Zur Fortsetzung EROTISCHE GESCHICHTEN Rubrik: Neue Storys Nathalie kommt nicht klar Teil 2 Untertitel: Nathalies erste Doppelpenetration Aufgrund der bestehenden Jugendschutzgesetze müssen wir die Story hier leider abbrechen. Um diese Story komplett zu lesen, loggt Euch bitte mit Username/Passwort ein, oder meldet Euch hier an: Anmeldung |
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